Kirchennachrichten

Die Kirchennachrichten umfassen Themen, die für die Öffentlichkeit und die Mitglieder von Interesse sind.


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Eine Botschaft des Vorstands der Christlichen Wissenschaft

16. September 2020

Liebe Gefährten, liebe Christliche Wissenschaftler,

herausfordernde Zeiten tragen dazu bei, das Denken auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Dazu gehört für uns ein zunehmendes Gefühl der Dankbarkeit, das wir für jeden von Ihnen empfinden, und das tröstliche Wissen, dass Christliche Wissenschaftler auf der ganzen Welt sich in dieser Zeit der erhöhten Not wieder dem Heilen widmen. Wir verstehen besser, was Paulus empfand, als er an die frühe Gemeinde in Philippi schrieb: „Ich danke meinem Gott, sooft ich an euch denke“ (Philipper 1:3).

Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, haben wir in den letzten Monaten von vielen Mitgliedern und Kirchen aus der ganzen Welt gehört. Im Allgemeinen ging es bei dem, was wir gehört haben, nicht darum, auf welche Weise die Pandemie beansprucht hat, die Kirche zu schwächen, sondern vielmehr darum, wie die Reaktion unserer Mitglieder und Kirchen auf die Pandemie ihren Sinn für Gottesdienst und Nächstenliebe erweitert hat. Wir haben von Mitgliedern gehört, die auf andere in der Kirche zugegangen sind, die sich isoliert fühlten, um sicherzustellen, dass sie alles haben, was sie brauchen. Wir haben von Kirchen gehört, die sich aufgrund örtlicher Einschränkungen und Auflagen für Versammlungen vorübergehend zu Online-Gottesdiensten entschlossen haben, und die bei jenen, die den Kontakt verloren hatten, eine neue Bereitschaft der Hingabe und eine überraschende Erneuerung des Interesses festgestellt haben. Oft hat dies auch dazu geführt, mit Menschen im Umfeld Kontakt aufzunehmen, die in dieser herausfordernden Zeit nach einem Weg suchten, einen Gottesdienst zu feiern. Es überrascht nicht, dass es dabei auch Rückschläge und Meinungsverschiedenheiten gab, die es zu überwinden galt. Aber man kann ehrlich sagen, dass das Hauptaugenmerk nicht lediglich darauf lag, wie wir inmitten höchst ungewöhnlicher Umstände ein Gefühl von Kirche aufrechterhalten können, sondern auch darauf, welche Art von Kirchengemeinschaft wir aufbauen und sein werden, während wir voranschreiten – was auch immer als Nächstes kommen mag.

Da sich die Bemühungen, die Bedürfnisse des Augenblicks zu erfüllen, zu Bemühungen entwickelt haben, die Bedürfnisse vieler Monate zu erfüllen, verstehen wir, dass die Mitglieder mit neuen Fragen ringen. Wir sind uns bewusst, dass wir alle auf die Führung des GEMÜTS hören müssen und dass es keine „Einheitslösungen“ gibt. Dennoch dachten wir, es könnte hilfreich sein, unsere derzeitigen Überlegungen zu einigen der am häufigsten gestellten Fragen, die wir erhalten haben, mit Ihnen zu teilen.


Frage: „Jetzt, da sich mehrere Bereiche wieder öffnen, haben unsere Mitglieder unterschiedliche Ansichten darüber, wie es mit den Gottesdiensten weitergehen soll. Sollten wir dem Beispiel Der Mutterkirche folgen?“

Während der gesamten Pandemie war Die Mutterkirche bestrebt Folgendes zu tun: ohne Unterbrechung bereichernde Gottesdienste abzuhalten, dem Rat unserer Führerin zu folgen, gesetzestreu zu sein und die Goldene Regel zu leben, indem wir sicherstellen, dass unsere Handlungen Liebe für unsere Nächsten zum Ausdruck bringen. Wir denken, dass diese Leitlinien für die gesamte Bewegung passend sind, sie jedoch je nach den Bedürfnissen und Auflagen der einzelnen Gemeinden an jedem Ort andere Formen annehmen können. Da Die Mutterkirche in Boston, Massachusetts, ansässig ist, haben wir uns eng an die behördlichen Auflagen gehalten und die Bedenken berücksichtigt, die im Gemeinwesen bezüglich großer Versammlungen existieren, die uns bisher davon abgehalten haben, Präsenz-Gottesdienste abzuhalten. Die Tatsache, dass wir in unseren Online-Gottesdiensten so stark die Gegenwart des Heiligen Geistes gespürt haben, zeugt von der gebetvollen Unterstützung und dem Engagement der Mitglieder auf der ganzen Welt.

Wir sehen auch, dass sich die regionalen Gesetze von Ort zu Ort unterscheiden. Viele Zweigkirchen konnten die Gottesdienste wieder aufnehmen, weil die Größe ihrer Versammlungen und die örtlichen Richtlinien dies in einer Weise zulassen, die dem Geist der Gottesdienste nicht abträglich ist. Wir freuen uns natürlich darauf, die Präsenz-Gottesdienste in Der Mutterkirche so bald wie möglich wieder aufzunehmen. In der Zwischenzeit werden wir unseren Online-Gottesdiensten weiterhin in reichem Maße Liebe und Aufmerksamkeit zukommen lassen und unser Augenmerk darauf richten, wie der allgegenwärtige Christus all denen Heilung und Licht bringt, die sich zu diesen Gelegenheiten vereinen, um GOTT gemeinsamen zu loben und zu ehren.


Frage: „Wie sieht Die Mutterkirche die gegenwärtigen behördlichen Einschränkungen hinsichtlich des Abhaltens von Gottesdiensten im Zusammenhang mit den Garantien, die die Verfassung der Vereinigten Staaten für die freie Religionsausübung vorsieht? Sollte Die Mutterkirche die Missachtung behördlicher Einschränkungen als einen Akt der Verteidigung unseres Rechts auf Religionsausübung betrachten?“

Das Recht der Menschheit auf freie Religionsausübung zu schützen ist ein Punkt, der uns allen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit abverlangt. In diesem Fall sagt die Regierung jedoch nicht, dass es illegal sei, als Christliche Wissenschaftler seine Religion auszuüben. Im Gegenteil: wir hören immer wieder, wie wichtig Kirchen und gläubige Menschen gerade in dieser Zeit sind, um die Gesellschaft unterstützen und stärken zu helfen, indem wir uns gemeinsam der Herausforderung einer Pandemie stellen. Wir denken nicht, dass wir in dieser Frage mit den Behörden uneinig sind. Obwohl wir die Gelegenheit schätzen, uns persönlich vor Ort zu versammeln, definiert dies an und für sich noch nicht unsere Religionsausübung, die nicht auf Ritualen oder Orten beruht, sondern auf der Kraft unserer kollektiven metaphysischen Aktivität für unser jeweiliges Gemeinwesen und unsere Welt. Wir sind so dankbar, dass Christliche Wissenschaftler in aller Welt nach Wegen gesucht haben, in ihrem jeweiligen Umfeld für einen heilenden Unterschied zu stehen, indem sie Ängste zerstreuen, wirksam für diejenigen beten, die Not leiden, und eine gerechte Regierung unterstützen. Dazu gehörte auch, in hohem Maße die Goldene Regel zum Ausdruck zu bringen, nämlich unseren Nächsten gegenüber so zu handeln, dass wir der Besorgnis, die viele empfinden, auf praktische Weise und mit Respekt begegnen; und dabei gleichzeitig zu zeigen, wie die gegenwärtigen Herausforderungen tatsächlich eine Zeit der Vertiefung unseres Verständnisses von GOTTES Gegenwart und Macht sein können. Wir haben erkannt, wie wichtig es ist, uns vor Suggestionen zu hüten, die uns dazu verleiten möchten, Schritte zu unternehmen, die zwar unseren eigenen Interessen dienen, aber die unserer Nächsten missachten. Eine der zentralen Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft derzeit steht, ist das starke Argument, dass das, womit wir es zu tun haben, uns von GOTT, voneinander und von unserem besten Ausdruck unserer selbst trennt. Unser großer Wunsch ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Schritte zu Einheit und nicht zu Trennung führen. Unsere Zeitschriften und Online-Aktivitäten waren und werden auch weiterhin eine kraftvolle Stimme für die Welt sein, um die Verfügbarkeit des von Jesus versprochenen Trösters bekannt zu machen, der Heilsein und Harmonie in unser Leben bringt.


Frage: „Wir hören in den Nachrichten viel über einen zu erwartenden Impfstoff. Wie sollten Christliche Wissenschaftler über dieses Thema denken?“

Wir hoffen weiterhin und setzen uns dafür ein, dass jeder Impfstoff, der für COVID-19 entwickelt wird, der Öffentlichkeit als eine Option der individuellen Wahl und nicht als ein Mandat des kollektiven Willens angeboten werden wird. Wie immer finden wir jedoch die Worte unserer Führerin in dieser Frage enorm lehrreich. Siehe insbesondere Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 219:31–222:35. Wir sind besonders beeindruckt von dem Geist der Gelassenheit in ihren Worten. Sie macht deutlich, dass die größte Forderung darin besteht, sich über jede Empfindung von Leben in der Materie zu erheben, die die Menschen glauben machen möchte, dass ein Impfstoff ihnen helfen oder schaden könnte. Sie sagt dazu Folgendes: „Anstatt sich über Impfung zu beklagen, sollte man, falls das Gesetz es fordert, sich dieser Maßnahme unterziehen, um dem Gesetz zu genügen, und sich dann dem Evangelium zuwenden, um vor schlimmen körperlichen Folgen bewahrt zu bleiben.“

Während die Welt vielleicht auf bestimmte materielle Fortschritte wartet, bevor sie sich erhofft, Immunität gegen Krankheiten zu sehen, erkennen die Christlichen Wissenschaftler, dass genau jetzt die Zeit ist, sich gegen die Angst, die Ansteckung mit Irrtum und das Gefühl zu immunisieren, dass Krankheit die Macht hat, sich unerkannt auszubreiten. Als Christliche Wissenschaftler behaupten wir nicht, dass wir nicht dieselben Herausforderungen zu bewältigen haben wie die, mit denen der Rest der Welt konfrontiert ist. Aber wir bestehen darauf, dass sich in diesen Zeiten, wie in allen Zeiten, ein Verständnis von GOTT als immergegenwärtig und allmächtig, als absolut ausreichend erweisen wird, um das greifbare Gefühl von Gesundheit und Frieden spürbar werden zu lassen, das jetzt so notwendig ist.


Frage: „Wie reagiert unsere Kirche auf die Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit, die wir in den Vereinigten Staaten und an vielen anderen Orten in der Welt sehen?“

Jeder, der die Christliche Wissenschaft sorgfältig studiert hat und durch ihr Heilverfahren gesund wurde, erkennt tief in seinem Inneren das höhere, geistige Verständnis von Identität, das sie hervorbringt. In der Theologie der Christlichen Wissenschaft gibt es keinen Raum für etwas anderes als den vollsten Ausdruck der Gleichheit und des Respekts füreinander. Gleichzeitig waren viele, einschließlich derer, die gegenwärtig in Der Mutterkirche dienen, für die Gelegenheit zur Selbstprüfung und Läuterung enorm dankbar, eine Gelegenheit, die die aktuellen Forderungen nach größerer sozialer Gerechtigkeit mit sich gebracht haben. Einige Fragen, mit denen wir gerungen haben, sind: Da wir wissen, dass es keine Grundlage für Vorurteile oder Spaltungen innerhalb der Lehren der Christlichen Wissenschaft gibt, sollten wir da nicht erwarten, dass der Ausdruck von Kirche in der gesamten Bewegung das gleiche Maß an Vielfalt widerspiegelt, das im Umfeld des Gemeinwesens zu finden ist? Und wenn wir feststellen, dass wir dieser Erwartung nicht gerecht werden, sollten wir dann nicht die Gelegenheit ergreifen, unsere Liebe zu allen Menschen in unserer Nachbarschaft zu vertiefen, damit sie nicht nur die Worte „Alle sind willkommen“ lesen, sondern wirklich die Liebe von unserer Seite spüren, die diese Worte beseelt? Zu einigen praktischen Schritten, die wir in Der Mutterkirche unternommen haben, gehört die Bitte an die Herausgeber unserer Zeitschriften, sich gezielt an nicht-weiße Mitglieder zu wenden, um sie wissen zu lassen, wie sehr ihre Erfahrungen und ihre Stimmen gerade jetzt von uns allen gebraucht werden. Wir haben uns auch mit Möglichkeiten befasst, größere Vielfalt bei unseren Einstellungspraktiken zu berücksichtigen.

Bei unseren Zusammenkünften mit Mitgliedern während der letzten Jahre haben wir festgestellt, dass unsere Kirche aus Menschen guten Willens besteht, die nicht den Wunsch haben, Rassismus zum Ausdruck zu bringen oder Ungerechtigkeiten zu tolerieren. Wir sind uns auch bewusst, dass eine der wertvollen Lehren, die sich aus den jüngsten Reformbemühungen in unserer Gesellschaft ergeben haben, die Erkenntnis ist, dass diese Übel oft ungesehen und unentdeckt agieren, wenn es keine gezielten Bemühungen gibt, sie aufzudecken und sich über sie zu erheben. Wir alle sind aufgefordert, sicherzustellen, dass der Wunsch in unseren Herzen, dass alle Menschen Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren mögen, auch wirklich mit unseren Handlungen übereinstimmt. Wir glauben, dass wir noch weiter daran arbeiten müssen. Und wir wissen, dass die Grundlage dieser Bemühungen mit der Bereitschaft jedes Mitglieds dieser Kirche beginnt, aktiv und beharrlich zu beten, um unsere Herzen und Handlungen zu reinigen, wodurch wir befähigt werden, unseren Nächsten so zu lieben, wie Jesus uns geliebt hat.


Wir haben die in diesen häufig gestellten Fragen aufgegriffenen Themen gerade erst einmal am Rande berührt. Wir freuen uns immer, von Ihnen zu hören, was Sie hinsichtlich dieser Themen mit der Christlichen Wissenschaft lernen und beweisen. Wir hören besonders gern Ihre Meinung dazu, auf welche Weise Die Mutterkirche unsere Mitglieder und Zweigkirchen besser in ihren Bemühungen unterstützen kann, ihr geistiges Licht auf einen Berg und nicht unter den Scheffel zu stellen, wie Christus Jesus es von uns verlangte. Wir wollten Sie wissen lassen, wie wichtig Ihre Arbeit ist, und Ihnen versichern, dass wir gemeinsam und eng mit Ihnen Seite an Seite arbeiten, um auf diese Möglichkeiten, unsere Welt zu heilen, einzugehen. Wenn es jemals eine Zeit gab, in der der wissenschaftlich Beweis für die Wirksamkeit des christlichen Heilens erforderlich war, dann ist dies jetzt sicher ein solcher Moment.

In Liebe und Dankbarkeit

DER VORSTAND DER CHRISTLICHEN WISSENSCHAFT
Rich Evans, Barbara Fife, Robin Hoagland, Scott Preller, und Keith Wommack


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